Inge Wrobel: Herbstgedicht – Herbst III

Herbst III
© Inge Wrobel

Die Blätter hängen wie bei Trauerweiden.
Der Sommer spürt: nun muss er sich bescheiden.
Das Laubwerk wird sich etwas anders kleiden:
aus Grün wird Gelb – es lässt sich nicht vermeiden.

Bald lösen Rot und Braun sie ab, die beiden,
und niemand fragt, ob es die Menschen leiden.

Oh Herbst, du musst den Sommer nicht beneiden,
dein Farbenschimmer glänzt, wie alte Seiden.
Wenn Birken keinen Samen mehr verstreuen,
ist’s an der Zeit, mich auf den Herbst zu freuen.

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