Inge Wrobel: Herbst – Abschied

Herbst – Abschied
© Inge Wrobel

Nun drängt er wieder golden sich in meine Zeiten.
Es ist ein kaltes Gold, das sich durch Strahlen tarnt.
Doch ich bin durch die letzten Jahre längst gewarnt:
auch diesmal will er mich auf Dunkles vorbereiten.

Wie könnt’ ich, wissend, noch den Augenblick genießen,
der farbig schmeichelnd uns mit seinem Samt besticht?
Weiß ich doch längst: er ist von langer Dauer nicht
und wird am Ende mich, wie jedes Jahr, verdrießen.

Soll ich dich, Herbst, denn mit den Jahren schließlich hassen?
Du warst von allen Zeiten mir die größte Liebe!
Was gäbe ich darum, wenn das für immer bliebe!

Die Müdigkeit erlaubt mir nicht, um dich zu streiten.
Du unterliegst nun mal dem Zwang, uns zu entgleiten.
So werd’ ich dich – wie alles andre – gehen lassen.

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