Inge Wrobel: Herbstnebel

Herbstnebel
© Inge Wrobel

Auf Dächern liegt der graue Nebel schon
und bald kriecht er in meine Eingeweide.
Wie er sich einschleicht, ist mir nicht zur Freude.
Ich denk, er macht es extra mir zum Hohn.

So welkt denn auch der leuchtendrote Mohn
dem ich mitunter dieses Leuchten neide
und auch die schöne Haut – so zart wie Seide.
Das alles geht ganz ohne einen Ton.

Nun muss auch ich mich diesem Wandel beugen,
der Welt da draußen dicke Häute zeigen.
Der Zwang der Zeiten lässt mir keine Wahl.

Doch stetig früher geht, so will mir scheinen,
die Sommerwärme still aus den Gebeinen.
Von Jahr zu Jahr wird es mir mehr zur Qual.

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