Leonore Enzmann: Gefahren im Herbst

Gefahren im Herbst

© Leonore Enzmann

Mein Hund im Wald tobt durch das Laub,
die Eicheln knallen, ich werd‘ taub.
Sie prasseln nieder, klopf, klopf, klopf
und poltern hart mir auf den Kopf.

Ich mach zur Seite einen Sprung,
zu spät – Gehirnerschütterung!
Da rammt mich doch ein Käferlein,
ich stolpere, brech‘ mir ein Bein.

Bin in ’ner Pfütze gleich versunken
und wäre beinahe ertrunken.
Mein Hund hat mich herausgezogen.
Glaubt Ihrs? Ich hab noch nie gelogen!

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Inge Wrobel: Herbst VI

Herbst VI

© Inge Wrobel

Ein einz’ges buntes Blatt liegt auf der Gasse.
Es ist vom wilden Wein grad um die Ecke
hierher geflüchtet, dass es sich verstecke
vorm Herbstwind – dass es dieser nicht erfasse

und treibe, wie ein Schäfer seine Herde,
zum Haufen all der andern losen Blätter,
die dann der Mensch entfernt. Doch nicht als Retter,
vielmehr, damit nur ja keine Beschwerde

die Stimmung hind’re, die sich breitgemacht:
Was da von oben golden runterlacht
direkt auf unser herbstlich schönes Blatt:

ein Weihnachtsstern, von Menschen angebracht,
als wär es nicht mehr lang zur Heil’gen Nacht,
als hätten sie den Herbst schon heute satt.

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Leonore Enzmann: Vergänglichkeit

Vergänglichkeit

© Leonore Enzmann

Nun, da der Herbst das Laub an Bäumen streichet,
die rauen Winde durch die Wälder weh’n,
da seh ich, wie das Bild sich ewig gleichet,
was einst so farbenfreudig leuchtet, muss vergeh’n.

Das bunte Laub liegt welk und grau am Boden,
die Felder abgeerntet, trist und kahl.
Der Mensch, er wickelt fest sich in den Loden,
der Mond am Himmel scheint nun kalt und fahl.

Der graue Nebel wabert durch die Heide,
er bringt den Raureif mit der feuchten Hand,
streicht die Natur ringsum mit Silberkreide.
Zum Winterschlaf legt sich das ganze Land.

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Inge Wrobel: Herbst-Klage-Gedicht

Herbst-Klage-Gedicht

© Inge Wrobel

Ja, schön die Bäume – alles so schön bunt!
Bunt wie die Wäsche vor mir auf der Leine.
Warum ich so vergleiche? Ach, ich meine:
so ist es jedes Jahr im Herbst – na und?

Sobald es anfängt, richtig kalt zu werden,
bleibt jene Wäsche bunt zwar, doch auch nass.
Und ich merk beim Spaziergang heftig, dass
die Kälte führt zu allerlei Beschwerden.

Es wäre schön, ein sanftes Überleiten
von Hitze hin zur Kälte fände statt.
Ich hab den krassen Wechsel gründlich satt!

Auch bei der Stimmung macht mir das Probleme:
kein Interim – nur diese zwei Extreme.
Wo bleibt das milde, herbstlich-bunte Gleiten?

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Inge Wrobel: So sollt’ er sein!

So sollt’ er sein!

© Inge Wrobel

So wünsch ich mir den Herbst: mit dieser Sonne!
Die Wiesen, die mit ihrem feuchten
und grauen Grün mir trostlos deuchten
beginnen, wie von innen her, zu leuchten
und machen ihren Anblick mir zur Wonne.

Der Wald steht bunt in seinem vollen Safte!
Die Kälte scheint nun nicht so grimmig.
Die Stimmungswaage steht auf ‘stimmig’,
weil es die Sonne heute noch mal schaffte,
dass ich das gestrig trübe Grau verkrafte.

Ich will dich tanken, Herbst, will dich genießen,
will inhalieren Licht und Wärme
so viel, dass ich im Winter schwärme:
Nein! diesen Herbst ließ ich mir nicht verdrießen;
ich lau’re auf den Lenz, das neue Sprießen!

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Inge Wrobel: noch nicht – erst noch

noch nicht – erst noch

© Inge Wrobel

u so düster ist der morgen
und es zieht mir lästig kalt
in die glieder macht mir sorgen
dass der winter allzu bald
zwingt den sommer in die knie
an den ich mich grad gewöhnt
für die herbstmelancholie
bin ich noch nicht ausgesöhnt
mit den kalten sommerwinden
die mich manchmal überraschen
muss noch meine mitte finden
nein – ich will noch sommer naschen!
will mit freunden in der laube
wenn die luft so sommersüß
beim genuss der keltertraube
schwelgen kurz im paradies
möchte lachen möchte spüren
wärme, die nach außen dringt.
später lass ich mich verführen
wenn der herbst sein kaltlied singt.

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Inge Wrobel: Das Ziel

Das Ziel

inspiriert von C.F. Meyer
© Inge Wrobel

So friedlich dieser Ort
so hell und fröhlich tags
und dunkel ruhig nachts.
Kein wehmutvoller Hauch
noch Trübsinns Nebel kann
hier wachsen und gedeih’n.

Ich mag verweilen gern –
so denkt der Wandersmann –
bei meinem letzten Gang
wenn sich zur Stunde dehnt
einst jeglicher Moment.

Glaubt, er allein entdeckt
den Ort, als Ziel erkannt,
erwählt als Lagerstatt.
Und ahnt nicht, dass bereits
ein wenig tiefer nur
der Ahnen Knochen schon
im letzten Frieden ruh’n.

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Inge Wrobel: Die alte Rose

Die alte Rose
© Inge Wrobel

Einmal noch in letzter Blüte –
träumt die Rose – will ich stehn.
Sonne mich vor Frost behüte …
klaglos später untergehn.

Einmal noch der einen Biene
Nektar, Lebensfreude sein.
Noch ein letztes Mal ich diene
ihrer Wollust ganz allein.

Wenn sie dann mit meinen Pollen
stäubt ein junges Pflänzchen zart,
ist erfüllt mein letztes Wollen:
hab erhalten meine Art.

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Inge Wrobel: Nachruf

Nachruf
© Inge Wrobel

von oben siehst du
herunterblickend
ein meer aus sonnen
blumen
deren samen du streutest

die nun zu dir
nach oben schauen
sehnsüchtig
dankbar

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Inge Wrobel: Herbst VII

Herbst VII
© Inge Wrobel

Schon treibt der Wind die letzten gelben Blätter
der Birke gnadenlos zum Herbst hinaus.
Noch ist es für die Sonne nicht das Aus –
und auch der Himmel zeigt ein schönes Wetter.

Doch schiebt sich immer häufiger ins Blau
und zwischen jungfräuliches Wolkenweiß
ein Störenfried mit einem Herz aus Eis
der die Idylle färbt mit dunklem Grau.

So nimmt der Mensch den Abschied klaglos hin
von aller Wärme, Buntheit, Sonnenstrahlen;
muss wie die Blätter den Tribut bezahlen
an eine Zeit, die viel zu schnell vergeht.

Doch wenn das letzte Birkenblatt verweht,
bleibt dennoch mir ein schöner Herbst im Sinn.

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Inge Wrobel: Herbst-Spinne

Herbst-Spinne

© Inge Wrobel

Warum willst, Spinne, du partout
dein Winternest an meinem Fenster bauen?
Zwingst täglich mich, durch dein Geweb zu schauen,
und häkelst so die Sicht mir zu.

Noch mach ichs morgens weg im Nu,
genieß den Rest des Sommers mit den lauen
und linden Lüften noch vorm Wintergrauen.
Wart’s ab … bald hast du deine Ruh!

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Inge Wrobel: Herbstgrau

Herbstgrau
© Inge Wrobel

Herbstgrau

Herbst
deine Romantik
erschließt sich mir nicht.
Noch bist du grau.
Noch suchen meine Augen
das Grünrotblaugelb
des Sommers.

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Inge Wrobel: Herbst II

Herbst II
© Inge Wrobel

Ein erstes Gelb zeigt heute meine Birke
und lange liegt im Nebel noch der Wald.
Ein kalter Windhauch zeigt mir allzu bald,
warum ich plötzlich melancholisch wirke:

Dies Abschiednehmen – jedes Jahr aufs Neue;
das Suchen morgens, abends nach dem Rot.
Ich will nicht akzeptieren was nun tot,
weil ich mich auf das Folgende nicht freue.

Wird es der letzte Winter meines Lebens?

Ich hasse sie inzwischen, diese Kälte,
die jedes Jahr den Sommer mir vergällte!
Ich brauche Wärme noch und Sonnenschein!
Doch fürchte ich, es kommt ein klares ‘Nein!’:
wie immer ruf auch diesmal ich vergebens.

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Inge Wrobel: Herbstwind

Herbstwind
© Inge Wrobel

Soeben ist das erste Blatt gefallen
vom Baum grad meinem Fenster gegenüber.
Ich mag das nicht, es wäre mir viel lieber,
es hinge dort noch, bei den andern allen.

Und doch weiß ich: der Herbstwind macht jetzt Beute.
Er zögert nicht, verwendet alle Kräfte
entzieht den Pflanzen ihre Lebenssäfte
bis er die ganze Pracht zu Boden streute.

Auch mir fährt er – mich schüttelnd – durch die Poren
so lang, bis meine Wärme ich verloren.
Es krampft das Herz, es krampfen sich die Hände.

Hab noch kein warmes Nest für mich gefunden
nicht den Kamin für traute Abendstunden.
Froh wär’ ich, wenn ich Zuflucht, Heimat fände!

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Inge Wrobel: Herbst V

Herbst V
© Inge Wrobel

Du Schelm versuchst es jedes Jahr aufs Neue:
versprichst mit Gelbgrün und Orangezinnober
mir wieder einen goldenen Oktober,
sodass ich, arglos, mich darüber freue.

Wie gerne wollt’ ich der Schimäre glauben!
Es scheint perfekt: der Himmel blau und offen
lässt auf des Herbstes schönste Seiten hoffen.
Nie waren köstlicher im Jahr die Trauben.

Doch sie sind sauer mir seit heute Morgen,
als ich erstaunt den ersten Schnee gesehen
und merke, dass es wiederum geschehen,

dass ich mich täuschen ließ vom Sonnenlicht.
Der Janus zeigt sein kaltes Abgesicht
und ich mach um mein Wohlgefühl mir Sorgen.

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Inge Wrobel: Herbst – Abschied

Herbst – Abschied
© Inge Wrobel

Nun drängt er wieder golden sich in meine Zeiten.
Es ist ein kaltes Gold, das sich durch Strahlen tarnt.
Doch ich bin durch die letzten Jahre längst gewarnt:
auch diesmal will er mich auf Dunkles vorbereiten.

Wie könnt’ ich, wissend, noch den Augenblick genießen,
der farbig schmeichelnd uns mit seinem Samt besticht?
Weiß ich doch längst: er ist von langer Dauer nicht
und wird am Ende mich, wie jedes Jahr, verdrießen.

Soll ich dich, Herbst, denn mit den Jahren schließlich hassen?
Du warst von allen Zeiten mir die größte Liebe!
Was gäbe ich darum, wenn das für immer bliebe!

Die Müdigkeit erlaubt mir nicht, um dich zu streiten.
Du unterliegst nun mal dem Zwang, uns zu entgleiten.
So werd’ ich dich – wie alles andre – gehen lassen.

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Inge Wrobel: Herbstnebel

Herbstnebel
© Inge Wrobel

Auf Dächern liegt der graue Nebel schon
und bald kriecht er in meine Eingeweide.
Wie er sich einschleicht, ist mir nicht zur Freude.
Ich denk, er macht es extra mir zum Hohn.

So welkt denn auch der leuchtendrote Mohn
dem ich mitunter dieses Leuchten neide
und auch die schöne Haut – so zart wie Seide.
Das alles geht ganz ohne einen Ton.

Nun muss auch ich mich diesem Wandel beugen,
der Welt da draußen dicke Häute zeigen.
Der Zwang der Zeiten lässt mir keine Wahl.

Doch stetig früher geht, so will mir scheinen,
die Sommerwärme still aus den Gebeinen.
Von Jahr zu Jahr wird es mir mehr zur Qual.

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Alfons Pillach: Mag weder Herbst noch Winter

Mag weder Herbst noch Winter
© Alfons Pillach

Ich bin ein Mensch, der Wärme liebt,
mag weder Herbst noch Winter,
bin keiner, der den Schnee gern schiebt,
vielleicht erfreut das Kinder.

Natürlich bringt der Herbst den Wein,
mit Riesling und Burgunder,
doch brauch’ ich Sommersonnenschein,
des Sommers Blumenwunder.

Das Herbstlaub kann schön farbig sein,
doch bald schon ist’s so rostig,
und schließlich zieht der Winter ein,
dann wird es richtig frostig.

Und krallt der Winter sich hier fest,
verfluch’ ich kalte Füße,
die Nase läuft, gibt mir den Rest,
wie ich im Winter büße!

Der Winter ist mir eine Qual,
da friert’s mich an den Pfoten,
ich zähle schon der Tage Zahl
bis zu den Frühlingsboten.

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Inge Wrobel: Herbstgedicht – Herbst III

Herbst III
© Inge Wrobel

Die Blätter hängen wie bei Trauerweiden.
Der Sommer spürt: nun muss er sich bescheiden.
Das Laubwerk wird sich etwas anders kleiden:
aus Grün wird Gelb – es lässt sich nicht vermeiden.

Bald lösen Rot und Braun sie ab, die beiden,
und niemand fragt, ob es die Menschen leiden.

Oh Herbst, du musst den Sommer nicht beneiden,
dein Farbenschimmer glänzt, wie alte Seiden.
Wenn Birken keinen Samen mehr verstreuen,
ist’s an der Zeit, mich auf den Herbst zu freuen.

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Inge Wrobel: Schon wieder Herbst

schon wieder herbst
© Inge Wrobel

noch sind die spitzen meines waldes grün
und auch die sonne lässt sich dort noch nieder
noch sah ich vögel nicht gen süden ziehn
und von den feldern klingen sommerlieder

doch meine birke zeigt in ihrem wipfel
die allerersten müden gelben zipfel
der wind wird rau, als ob er nach dem winter ruft.
ein falter taumelt wie benommen durch die luft.

ich seh die zeichen und erkenn beklommen
es wird wie alle jahre wieder kommen:

der herbst fegt bunt und kurz noch durch die felder
dann färben gelb und braun sogleich die wälder.
ein letztes bäumen der natur die weiß:
der winter naht mit kälte, schnee und eis.

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